Anabolika

Anabolika: für gesunde Erfolge eine schlechte Idee

Anabolika dienen der Steigerung der körperlichen Leistung und insbesondere dem Aufbau von Muskelmasse. Sie bewirken eine Erhöhung der Proteinsynthese, indem sie eine positive Stickstoffbilanz herbeiführen.

Einige Anabolika können auch für verstärkte Einlagerungen von Wasser sowie eine Erhöhung des Körperfettanteils sorgen.

Wirkung

Prinzipiell wirken Anabolika nur in Kombination mit intensivem Muskelaufbautraining. Sie stellen somit keine Abkürzung zu einem muskulösen Körper dar, wie dies fälschlicherweise oft angenommen wird.

Ihre Wirkung besteht lediglich darin, dass sie die Grenzen des körperlich Machbaren nach oben verschieben. Sie steigern die Leistungsfähigkeit, verbessern die Regeneration und verändern den Stoffwechsel dahingehend, dass ein vermehrter Muskelaufbau möglich wird.

Formen

Die verbreitetste Form stellen die sogenannten anabolen Steroide dar. Sie werden künstlich hergestellt und ähneln in ihrer Zusammensetzung dem Hormon Testosteron.

Testosteron ist nicht nur für die Ausprägung der männlichen Geschlechtsmerkmale verantwortlich. Es hat darüber hinaus auch eine anabole (muskelaufbauende) Wirkung. Diese machen sich künstlich hergestellte anabole Steroide zunutze.

Des weiteren wird auch Beta-2-Sympathomimetika für den Aufbau von Muskeln genutzt, wobei der anabole Effekt hier im Grunde genommen nur eine Nebenwirkung darstellt.

Zum Teil werden auch Wachstumshormone, die eigentlich bei der Viehzucht verwendet werden, eingesetzt, um den Muskelaufbau zu verbessern.

Dass keines dieser Präparate im Leistungssport erlaubt ist, sei an dieser Stelle nur der Vollständigkeit halber erwähnt. Wer dennoch bei der Einnahme erwischt wird, muss mit Sperren und der Aberkennung eventuell gewonnener Titel rechnen.

Verbreitung und Folgen

Die Verwendung von Anabolika beschränkt sich bei weitem nicht nur auf den Bereich des Bodybuildings. Dort sind Steroide zwar mit Sicherheit besonders weit verbreitet und die Wirkung ihrer Nutzung ist besonders deutlich zu erkennen.

Doch auch in anderen Sportarten wird stets nach Möglichkeiten zur Leistungssteigerung gesucht, sodass auch hier immer wieder vereinzelte Athleten zu entsprechenden Substanzen greifen.

Generell ist die Nutzung von Anabolika, sei es für den Muskelaufbau oder eine Verbesserung der sportlichen Leistungsfähigkeit, nicht zu empfehlen.

Es können vielfältige Nebenwirkungen mit zum Teil sehr ernsten Folgen auftreten. Dazu gehört unter anderem das erhöhte Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle. Darüber hinaus können auch schwere Schäden an Organen, insbesondere an der Leber, vorkommen.

Ebenso können die Geschlechtsorgane durch den Einsatz von Anabolika dauerhafte Schäden davontragen. Und auch das Immunsystem wird sehr stark belastet.

Die Nebenwirkungen können daher zu dauerhaften Beeinträchtigungen der Gesundheit führen und zum Teil sogar tödlich enden.

Dementsprechend ist auch immer wieder von Todesfällen durch den Missbrauch derartiger Substanzen zu lesen.

Wer Muskeln aufbauen möchte, sollte deshalb um Anabolika einen großen Boden machen und stattdessen lieber zu bewährten und sicheren Nahrungsergänzungen wie Creatin oder Eiweißpulver greifen.

Denn auch wenn auf diese Weise vielleicht nicht die gleichen Muskelzuwächse möglich sind, wird dadurch zumindest die eigene Gesundheit nicht unnötig gefährdet.