Ayurveda

Ayurveda: wirkungsvolle Heilkunst oder leere Versprechen?

Bei Ayurveda handelt es sich um eine traditionelle Heilkunst aus Indien. Neben Indien ist sie auch heute noch vor allem in Sri Lanka und Nepal weit verbreitet.

Während Ayurveda in Asien als wissenschaftliche Lehre akzeptiert ist, dient sie in Europa vor allem als Teil von Wellness-Anwendungen. Ayurveda ist eine ganzheitliche Methode, die der Alternativmedizin zugeschrieben wird, da sie zu großen Teilen nicht mit wissenschaftlichen Fakten vereinbar ist.

Elemente

Als Grundlage für Ayurveda dienen die sogenannten Doshas. Darunter versteht man Faktoren, die den Körper beeinflussen. Diese heißen Kapha, Pitta und Vata (Strukturprinzip, Stoffwechselprinzip und Bewegungsprinzip).

Diese lassen sich wiederum aus den fünf Elementen Erde, Wasser, Luft, Feuer und Äther ableiten. Gemäß Ayurveda sorgt Kapha unter anderem für Kraft, Stabilität und Potenz und macht die Menschen zudem großzügig und mutig.

Pitta ist hingegen für die Sehkraft, die Verdauung sowie für Hunger und Durst verantwortlich. Außerdem soll Pitta die Intelligenz beeinflussen. Vata trennt Nährstoffe und Abfallstoffe voneinander und sorgt außerdem zum Beispiel für Wachheit und Beweglichkeit.

Laut Ayurveda sind die drei Doshas bei jedem Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt, so dass es sowohl Kapha-, als auch Pitta- und Vata-Typen gibt. In den meisten Fällen ist jedoch eine Mischung aus den unterschiedlichen Typen vorhanden.

Ziele

Ayurveda soll vor allem dazu dienen, ernsthafte Erkrankungen zu vermeiden. Zu diesem Zweck müssen entsprechende Anzeichen möglichst früh erkannt werden. Durch passende Maßnahmen soll eine weitere Ausbreitung dann verhindert werden.

Behandlung

Ayurveda umfasst verschiedene Bereiche des täglichen Lebens. Eine wichtige Rolle spielt vor allem die Ernährung. Im Wesentlichen raten die Ayurveda-Lehren hier dazu mit Bedacht und nur dann, wenn der Körper es auch braucht, zu essen.

Davon abgesehen sollen alle Nahrungsmittel einen bestimmten Einfluss auf den Körper haben. Abhängig vom eigenen Dosha-Typ sollte dementsprechend auch der Speiseplan zusammengestellt werden.

Vata-Typen sollen zum Beispiel oft unter Problemen mit der Verdauung leiden und des öfteren untergewichtig sein, sodass in diesem Fall eine nährstoffreiche Kost und regelmäßiges Essen besonders wichtig sind.

Abgesehen von der Ernährung sind auch Massagen ein wichtiger Bestandteil von Behandlungen nach dem Prinzip des Ayurveda.

Kritik

Ayurveda-Medikamente können zum Teil ein Risiko für die Gesundheit darstellen. Einige von ihnen enthalten nämlich verschiedene Schwermetalle wie Blei in Dosierungen weit über den erlaubten Grenzwerten.

Teilweise sollen sie angeblich durch spezielle Verfahren unschädlich gemacht worden sein und der Wirksamkeit der Medikamente helfen. In einigen Fällen liegt die Belastung aber vermutlich schlicht und einfach an unzureichenden Qualitätskontrollen in den Produktionsbetrieben in Fernost.

So oder so führen zu hohe Konzentrationen in der Realität nicht selten zu Schwermetallvergiftungen mit ernsten Folgen für Betroffene.

Auch wenn derartige Produkte in Deutschland generell nicht erlaubt sind, sollte man dieses Problem vor der Nutzung entsprechender Präparate in jedem Fall im Hinterkopf behalten.